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6 schädliche Nebeneffekte von zu viel Zimt

juelide_moritz 5 Monaten her
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Gerade zu Weihnachten können wir oft unsere Finger nicht vom Zimt lassen. Zu einem gute Weihnachtstee gehört nun einmal auch Zimt. Mit diesem Aroma verbinden wir ein Gefühl von innerer Wärme und Gemütlichkeit. Aber auch sonst nutzen wir sehr gerne dieses leckere Gewürz, um unsere Speisen damit zu veredeln – Waffeln mit Zimt. Pfannkuchen mit Zimt – sehr lecker. Und eigentlich wissen wir, dass Zimt das Risiko einer Diabetis senken kann und zudem gegen Herzerkrankungen vorbeugt (Quelle: NCBI).

Woher kommt eigentlich Zimt?

Zimt ist ein Gewürz aus der getrockneten Rinde von Zimtbäumen. Ursprünglich wurde Zimt aus dem sogenannten Ceylon Zimtbaum gewonnen, welcher in Sri Lanka, Burma und Bangladesh beheimatet ist. Heutzutage gelangt der Großteil an Zimt aus China, wobei es sich hierbei eher um ein eigenes Gewürz handelt, welches dem Geschmack des Ceylon Zimtbaumes sehr ähnelt: die Zimtkassie. Gleichzeitig wird diese „Zimtsorte“ als eher minderwertig betrachtet, was sie im Verhältnis zum Ceylon Zimtbaum auch definitiv ist.

Es gibt also für unser Verständnis grundsätzlich zwei Zimsorten: 1. Ceylon Zimt (hochwertig) und 2. Kassia Zimt (minderwertig). Kassia Zimt findet man sehr häufig in Supermärkten. Der Grund dafür ist natürlich, dass Kassia Zimt um einiges billiger ist als Ceylon. Und damit kommen wir auch schon zum eigentlichen Problem. Kassia Zimt ist dafür bekannt, dass es in zu hoher Dosis gesundheits-schädlich ist. Das liegt vor allem daran, dass dort Cumarin enthalten ist.

Was Cumarin ist? Nun, bei Cumarin handelt es sich um einen natürlich vorkommenden, aromatischen Pflanzenstoff. Und dieser ist in einer relativ hohen Dosis im Kassia Zimt aus China, Indonesien und Vietnam enthalten. Im Gegensatz zum Ceylon Zimt mit einer Menge von nur 0,02 g pro kg, liegt der Anteil im Kassia Zimt aus China bei 0,2 – 0,3 g pro kg und im indonesischen und vietnamesischen Kassia Zimt schon bei bis zu 9 g pro kg.

„Cumarin gehört laut gültiger Aromenverordnung EG 1334/2008 zu den Stoffen, die Lebensmitteln nicht als solche zugesetzt werden dürfen (Anhang III, Teil A der Aromenverordnung) und unterliegt bestimmten Höchstmengen, wenn es von Natur aus in Aromen oder Lebensmittelzutaten mit Aromaeigenschaften vorkommt (Anhang III, Teil B). Die zulässigen Höchstmengen liegen je nach Art des Lebensmittels zwischen 5 mg/kg bei Dessertspeisen und 50 mg/kg bei traditionellen und/oder saisonalen Backwaren, bei denen Zimt in der Kennzeichnung angegeben ist. (Quelle: EUR-lex)“

Cumarin ist demnach in zu hoher Dosis eine Gefahr für uns. Aber welche gesundheitlichen Probleme können dadurch entstehen. Nachfolgend 6 Risiken, die Sie auf keinen Fall eingehen sollte:

1. Es kann zu irreparabele Leberschäden kommen!

Wie bereits erwähnt ist Kassia Zimt ein Problem wegen des hohen Anteils an Cumarin. Wir sprechen hier von etwa 5 mg Cumarin pro Teelöffel Zimt. Ceylon Zimt enthält vergleichsweise nur Spuren, die keinen Effekt auf unseren Körper haben. Unsere tägliche Dosis an Cumarin, welche unbedenklich für unsere inneren Organe ist, liegt bei 0,1 mg pro kg Körpergewicht. Was bedeutet, dass theoretisch schon 2 Löffel Kassia Zimt ausreichen, um Sie über ihr Tageslimit zu bringen

Es gibt genug Studien, die belegen, dass zu viel Cumarin Konsum die Leber schädigen oder sogar dauerhaft vergiften kann. Nur meist werden diese Studien nicht publik gemacht oder schlichtweg ignoriert. Die Informationen sind für jeden zugänglich. Es gibt hierbei kein „I keep the secret for myself!“

Es liegt also zunehmend in unserer eigenen Verantwortung uns „schlau“ zu machen. Also packen wir es an!

2. Das Krebsrisiko wird durch Curamin erhöht!

Wie bereits in einer Studie von 2010 veröffentlicht wurde (Zur Studie) kann die übermäßige Einnahme von Cumarin durch Kassia Zimt zu einem erhöhten Krebsrisiko führen. Auch wenn Tierversuche meiner Meinung nach nicht legitim sind, es gibt geprüfte Nachweise (Studie 1, Studie 2, Studie 3), dass Cumarin die Ursache für Tumore in der Lunge, den Nieren und der Leber ist.

Es gibt genug Hinweise darauf, dass Cumarin nicht nur Einmaleffekte nach sich zieht, sondern die Zellen in unserem Körper immer wieder angreift und dauerhaft schädigt. Eine Folge davon ist, dass Zellen mutieren und durch Tumorzellen ersetzt werden. Dies führt zwangsläufig zu Krebs (Studie). In wieweit dies geschieht, bleibt allerdings immer noch ein Rätsel.

Leider handelt es sich bei den meisten Studien um Tierversuche, wovon ich mich in jeglicher Weise distanzieren möchte. Zudem ist es für einen objektiven Nachweis nötig, dass Versuchsreihen ebenfalls an Menschen durchgeführt werden – gruselig.

3. Zimtaldehyd als Ursache für Allergische Reaktionen!

Zudem gibt es Hinweise darauf, dass der Konsum von zu viel Zimt zu allergischen Reaktionen im Mundraum kommen kann (NCBI). Das liegt daran, dass Zimt nun einmal Zimtaldehyd enthält. Und dieses Zimtaldehyd kann allergische Reaktionen auslösen. Allerdings nur wenn es in erhöhten Mengen konsumiert wird. In geringen Mengen stellt es kein Problem dar, da unser Speichel zunächst einmal den Kontakt mit Zimtaldehyd verringert oder sogar verhindert.

Weitere allergische Reaktionen neben einer Reizung des Mundraums sind vor allem ein Anschwellen des Gaumens oder der Zunge. Manche Menschen berichten auch von leichten, stechenden Schmerzen und einem Brennen. Diese Symptome sind nicht sehr schädlich, führen aber zu einem geringeren Wohlbefinden. Solche Reaktionen im Mundraum können einem schon mal den Tag verderben.

Aber: nur wenn man auch wirklich gegen Zimtaldehyd allergisch ist, treten auch diese allergischen Reaktionen auf. Problematisch wird es nur, wenn man sich durch einen erhöhten Konsum selbst sensibilisiert. Um sicherzugehen oder wenn man das Gefühl hat, dass nach dem Konsum von Zimt etwas im Mundraum passiert: einfach zum Hautarzt gehen und sich auf eine Zimtaldehyd-Allergie testen lassen.

4. Es kann zu einem niedrigen Blutzuckerspiegel führen!

Ein chronisch hoher Blutzuckerwert ist ein ernstzunehmendes Problem in unserer heutigen Gesellschaft. Wenn dieses nicht behandelt wird, kann es später zu Diabetis, Herzerkrankungen und anderen gesundheitlichen Problemen kommen. Weil Zimt dafür bekannt ist den Blutzuckerspiegel zu senken, wird Zimt daher auch gerne als „Gegenmittel“ eingesetzt. Das liegt daran, dass Zimt einen ähnlichen Effekt aufweist wie Insulin und somit dem Blut Zucker entzieht.

Aber wie so oft im Leben gibt es immer zwei Seiten einer Medaille. Während ein wenig Zimt dabei helfen kann den Blutzuckerspiegel zu senken, führt übermäßiger Konsum dazu den Blutzuckerspiegel fallen zu lassen. Dies wird allgemein Hypoglykämie (Unterzuckerung) genannt und kann zu Ermüdungserscheinungen, Schwindelgefühl und wahrscheinlich sogar zu Ohnmachtsanfällen führen (Nachlesen).

Wenn Sie demnach an Diabetes leiden, achten Sie bitte darauf nicht zu viel Zimt zu sich zu nehmen.

5. Probleme beim Atmen als unschöner Nebeneffekt!

Zu viel Zimt kann zu Problemen beim Atmen führen. Warum ist das so? Das liegt daran, dass Zimt eine sehr feine Konsistent hat und somit Partikel sehr leicht in die Atemwege gelangen können, demnach in unsere Luftröhre und nicht sofort in die Speiseröhre. Das kann zu Husten, einem trockenen Hals und damit zu einer Belastung der Atemwege führen.

Dadurch fällt uns selbstverständlich schwerer gleichmäßig zu atmen. Ein weiterer Nachteil ist das, wie bereits oben beschrieben, enthaltene Zimtaldehyd, welches zu Irritationen im Rachenraum führen und somit Atmungsprobleme mit sich bringen kann (Nachschauen).

Wenn Sie also Asthmabeschwerden haben oder aufgrund anderer Krankheiten Probleme beim Atmen haben, lassen Sie zu viel Zimt bitte weg, da sich ihre Situation verschlimmern könnte.

6. Vorsicht vor der Einnahme von Zimt mit Medikamenten!

Leider kann es auch zu unerwünschten Nebeneffekten bei der Einnahme von Medikamenten kommen. Allerdings auch hier nur, wenn Sie es mit der Zimtzufuhr übertreiben. So viel sei schon einmal verraten. Wenn Sie Medikamente zu sich nehmen, weil Sie Beschwerden bezüglich ihrer Leber, Nieren oder Herz haben, sollten Sie tunlichst den Verzehr gerade von Kassia Zimt in hohen Mengen vermeiden.

Achten Sie also darauf, wenn Sie zum Beispiel Paracetamol nehmen, dass die Nebeneffekte dieser Medikamente intensiver ausfallen können. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, dann fragen Sie bitte ihren Hausarzt, inwieweit ihr Zimtkonsum einen Einfluss auf ihr Medikament haben könnte.

Und natürlich, kaufen Sie nicht den billigen Kassia Zimt sondern schauen Sie nach dem teureren, aber auch qualitativ höherwertigen Ceylon Zimt. Und lesen Sie sich die Inhaltsstoffe auf der Rückseite der Verpackung genau durch. Erst gestern habe ich in einem Lebensmittelgeschäft Ceylon Zimt gekauft, dachte ich. Und bei genauerem Hinsehen hat sich herausgestellt, dass ein hoher Anteil Kassia Zimt ebenfalls mit verarbeitet wurde. Ich habe den Zimt direkt wieder zurückgebracht.

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