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5 Fakten über den Umgang mit Depression

juelide_moritz 6 Monaten her
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Depressionen sind in unserer heutigen, hektischen Zeit ein Übel mit dem wir uns auseinandersetzen müssen. Immer häufiger hört man auch im Freundeskreis von Burnout, Lebensunlust und der Angst davor nicht mehr mit dem eigenen Leben klarzukommen. Gerade wenn es sich um Freunde handelt suchen wir nach einer Möglichkeit zu helfen. Und das ist auch wichtig. Allerdings müssen wir vorsichtig im Umgang mit Depressionen sein. Google ist nicht immer eine Unterstützung.

Fälle von Depression häufen sich, sei es bei Erwachsenen oder auch bei Kindern. Der richtige Umgang ist von Nöten, um die Depression letztlich nicht zu verschlimmern. Auch wenn Sie es gut meinen, informieren Sie sich gut über das Thema, holen Sie sich zur Not Unterstützung bevor Sie in Aktion treten und fragen Sie gezielt, wie Sie zum Beispiel ihrem Freund oder ihrer Freundin in dieser schweren Zeit beistehen können.

Depressionen gehören zu den häufigsten und am meisten unterschätzten Erkrankungen. Jeder fünfte Bundesbürger erkrankt ein Mal im Leben an einer Depression. Manager sind davon genauso betroffen wie Lehrer oder Erwerbslose. Auch Kinder oder ältere Menschen können an Depression erkranken. (Qelle)

1. Depression ist eine ernstzunehmende Krankheit

Auch wenn es bestimmt schon 1000 mal gesagt wurde, ist es wichtig zu verstehen, dass es sich hierbei tatsächlich um eine Krankheit handelt. Warum widerhole ich das? Weil in unserer heutigen Zeit es von vielen Menschen nicht akzeptiert wird, wenn man nicht mental und physisch funktioniert. Verschlimmert wird die Situation noch dadurch, dass diese mentale Krankheit durch viele unserer Mitmenschen lächerlich gemacht wird. „Burnout ist erst, wenn der andere zum Sterben in den Keller geht“ – Solche Sprüche hört man oft, gerade im Berufsleben. Denn unsere Gesellschaft lebt davon, dass jeder Mensch zu 100% funktioniert. Und wenn dies nicht mehr der Fall ist, dann wirst du als Last empfunden – nicht mehr tragbar von der Gesellschaft. Das sind die Glaubenssätze, welche uns seit der Kindheit eingetrichtert werden. Jemand, der nicht voll funktionsfähig ist, der hat keine Funktion und damit auch keinen Nutzen mehr. Eine Sicht, die zu denken geben sollte!

2. Keine Chance mehr auf ein Selbstwertgefühl

Eine Person, die unter Depressionen leidet, kämpft nicht nur gegen eine intolerante und verschlossene Gesellschaft. Im Inneren spielt sich ein Gefühlschaos ab. Frustration über die eigene Fehlbarkeit, das Gefühl minderwertig zu sein aufgrund der eigenen mentalen Erkrankung. All das führt in eine Spirale aus Intoleranz dem eigenen ICH gegenüber und der Gewissheit, dass man selbst weniger wert ist als der Kollege auf der Arbeit, die eigenen Freunde oder sogar als der eigene Lebenspartner. Für Menschen, die an schwerer Depression erkrankt sind, ist es fast unmöglich einen Ausweg zu finden oder überhaupt die Kraft zu finden einen Ausweg zu suchen.

3. Jemanden zu Vertrauen ist sehr gefährlich

Die Angst davor wieder und immer wieder verletzt zu werden. Selbstverständlich gibt es das nicht nur bei Menschen, die an Depressionen erkrankt sind. Aber wir dürfen einfach nicht vergessen, dass vor allem diese Menschen immer und immer wieder von anderen Menschen in hohem Maße enttäuscht wurden. Und dadurch fällt es Ihnen schwer Vertauen aufzubauen. Es spielt hierbei keine Rolle, ob es sich dabei um Personen aus dem familiären Umfeld oder dem engsten Freundeskreis handelt. Auch die Tatsache, dass man ihnen helfen möchte – wo kein Vertauen ist, da ist Hilfe nur schwer möglich. Um Vertauen aufzubauen braucht es sehr lange. Aber wie so oft im Leben hilft auch hier: Liebe, Zeit und Verständnis.

4. Es geht um Hilfe nicht um eine Heilung!

Es geht nicht darum denjenigen oder diejenige zu heilen. Das können in erster Linie an Depression erkrankte Personen nur selbst mithilfe von Experten wie Psychologen und Psychatern. Das Stichwort hier heisst „Unterstützung“. Und wie bereits vorher schon erwähnt: Verstädnis und Geduld.

Depression ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die jedoch mit ärztlicher Hilfe gut behandelbar ist. Hilfe finden Sie bei Ihrem Hausarzt, Fachärzten für Psychiatrie und in psychiatrischen Kliniken. Die beiden wichtigsten Bausteine der Behandlung von Depression sind die medikamentöse Behandlung und die Psychotherapie. (Quelle)

5. Hilfe kann gut gemeint aber gefährlich sein

Es gibt eine Zeit, in der Hilfe und Unterstützung sehr wichtig ist. Aber es gibt auch eine Zeit in welcher man nichts weiter als Abwarten kann. Hilfe kann gut gemeint sein, aber Sie dürfen niemals den Therapeuten spielen oder mit gut gemeinten Motivationssprüchen aufwarten. Denn dies kann sehr gefährlich werden. Gerade Motivationsansprachen sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Aber etwas was Sie tun können ist, dass Sie die Zeichen einer Depression rechtzeitig erkennen (Quelle):

  • eine gedrückte Stimmung
  • Interessen- und Freudlosigkeit
  • ein verminderter Antrieb
  • Schuldgefühle
  • hartnäckige Appetits- und Schlafstörungen.

 

Abschließend kann gesagt werden, dass es besser ist sich immer an Experten zu wenden, wenn Sie die Vermutung haben, dass jemand in ihrer unmittelbaren Umgebung an Depressionen leidet. Bitte versuchen Sie nicht selbst als Therapeut aktiv zu werden. Und machen Sie sich von Anfang an bewußt, dass es immer wieder zu Rückschlägen während der Behandlung von Depressionen kommen kann. Hierfür brauchen Sie vor allem Geduld und Verständnis.

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